Die schlimmsten Fehler in der Mitarbeiterführung

Die schlimmsten Fehler in der Mitarbeiterführung

 

Erfolg in der Führung hängt nicht davon ab, wie viele Bücher eine Führungskraft gelesen hat.  Die Praxis ist erheblich vielfältiger und komplexer, als das die eine oder andere Theorie alle Fragen hinreichend beantworten könnte.

Erfolgreiche Mitarbeiterführung hängt unter anderem davon ab, wie gut sich Führungskräfte selbst führen können, wie gut sie sich selbst kennen und wie genau sie wissen, wann sie wie und warum führen.

Selbstverständlich lassen sich Fehler dabei nicht immer vermeiden. Doch es gehört zum Verhaltensrepertoire erfolgreicher Chefs, sich Fehler bewusst zu machen, aus den eigenen Fehlern zu lernen, das eigene Verhalten immer wieder zu hinterfragen und neue Wege zu gehen.

Manche Fehler lassen sich vermeiden. Zu den gravierenden Fehlern in der Führungspraxis, die Vorgesetzte vermeiden sollten, gehören folgende:

  1. So gut wie gar nicht führen.
  2. Alles allein entscheiden: Nur der Chef sagt, was gemacht wird.
  3. Intransparenz: Keiner weiß, warum der Chef heute so und morgen so agiert.

 

1.     So gut wie gar nicht führen

Jede Führungskraft sollte sich einmal fragen: Wie viel Zeit verbringe ich mit Führung? Gar nicht so selten finden wir in der Praxis Führungskräfte die so gut wie gar nicht führen. Einige erleben es als sehr anstrengend, ständig angesprochen und gefragt zu werden. Sie widmen sich lieber ihren Sachaufgaben als der Mitarbeiterführung und räumen denen auch höhere Priorität ein. Sie verstehen gar nicht, warum die Mitarbeiter mit ihren Problemen und Fragen zu ihnen kommen, statt sie selbst zu lösen. Diese Chefs wollen nicht alles vorgeben und erwarten, dass Mitarbeiter ihre Aufgaben selbstständig erledigen, um nicht entscheiden zu müssen.

Welche Auswirkungen kann so ein Führungsverhalten haben?

Wenn die Mitarbeiter keine klaren Ziele vorgegeben haben, ist es schwierig an einem Strang zu ziehen. Jeder macht irgendwie sein Ding. Manche Mitarbeiter benötigen unbedingt Vorgaben zu den konkreten Schritten, um ihre Ziele zu erreichen. Und genau dafür ist ja ein Chef auch da: Die Mitarbeiter dürfen von ihrem Vorgesetzte Entscheidungen und Führung verlangen. Wird darüber hinaus die Leistung der Mitarbeiter nicht ausreichend gewürdigt, reagieren Mitarbeiter häufig mit Rückzug oder innerer Kündigung.

 

2.     Alles allein entscheiden: Nur der Chef sagt, was gemacht wird

Auf der anderen Seite gibt es sehr leistungs- und erfolgsorientierte Chefs, die sehr dynamisch agieren, maximal einsatzbereit und sehr schnell sind. Das vorgelegte Tempo ist für die  nachgeordneten Führungskräfte oder Mitarbeiter oft viel zu hoch. Die meisten Mitarbeiter können es ihnen nur schwer recht machen.  Sie fordern Leistung und sind schnell ungeduldig, wenn jemand in ihren Augen zu langsam arbeitet.  Deshalb agieren sie meistens sehr druckvoll, kämpferisch, teilweise auch aggressiv.

Auf jede Frage der Mitarbeiter haben sie eine passende Lösung parat und geben den Mitarbeitern meist die Lösungen vor. Sie führen vor allem über klare Vorgaben und Hinweise, wie etwas zu tun ist. Sie mischen sich in alles Mögliche ein und kontrollieren oft bis ins Detail. Sie reagieren ungehalten, wenn sie sich übergangen fühlen.

Welche Auswirkungen kann das haben?

Wenn die Ideen der Mitarbeiter nicht gefragt sind oder häufiger ignoriert werden, die Mitarbeiter nichts zu sagen und zu entscheiden haben, fühlen sie sich oft nicht richtig ernst genommen. Selbstständige Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen wollen, werden so mehr und mehr frustriert, demotiviert und ihr eigenständiges Denken wird zunehmend gelähmt. Irgendwann machen sie nur noch Dienst nach Vorschrift. Das Ergebnis ist dann immer nur die zweitbeste Lösung.

 

3.     Intransparenz: Keiner weiß, warum der Chef heute so und morgen so agiert

Manche Chefs reagieren sehr unterschiedlich in vergleichbaren Situationen. Sie vergessen dabei an ihre Mitarbeiter zu kommunizieren, warum sie so oder anders entscheiden.

Heute macht der Chef klare Vorgaben bis ins letzte Detail und morgen im Teammeeting wirft er alles über den Haufen.

Heute lässt er dem Mitarbeiter völlig freien Raum, selbst Lösungen zu finden und morgen wirft er ihm ungehalten vor, ihm gehe alles zu langsam und übrigens sei das auch der falsche Weg.

Was kann so ein Verhalten bewirken?

Die Mitarbeiter sind häufig irritiert, wissen nicht, wie sie es ihrem Chef recht machen können. Manche arbeiten immer mehr, bis es gar nicht mehr geht, andere ziehen sich resigniert zurück. Hohe Leistungen lassen sich so nicht erreichen.

 

Wie lassen sich diese Führungsfehler vermeiden?

Agieren Sie nicht so häufig in den beschriebenen Extremsituationen. Dazwischen spielt die Musik. Führen Sie bewusster und flexibler.

Wichtig für erfolgreiche Führung ist die regelmäßige Reflexion des eigenen Führungsverhaltens.

Es ist  sinnvoll zu wissen, was Sie als Führungskraft ausmacht, was sie motiviert und welche Verhaltensweisen daraus resultieren. Klarheit und Bewusstmachen des eigenen Verhaltens und der dahinter stehen Werte und Motive sind wichtige Bedingungen für die Optimierung des eigenen Führungsverhaltens. Mit Hilfe solcher Instrumente wie dem Reiss Profile lassen sich klare Aussagen über das eigene Verhalten und das der anderen herausarbeiten. Die jeweils passende Strategie erleichtert den Umgang mit schwierigen Mitarbeitern und schwierigen Situationen erheblich.

Das passgenaue Know-how dazu erhalten Führungskräfte individuell im Coaching oder im Führungskräftetraining von Consulting Excellence. Informationen dazu gibt es telefonisch unter der Nummer 04122 83 65 777.  Carola Weckmüller beantwortet Ihre Fragen am Telefon.

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.